Album Review: Heimatsound

Zwischen all den neuen Alben habe ich im Radio auf einer Fahrt durch Bayern auch die Werbung für den Heimatsound Sampler von Bayern 2 gehört. Nach einem Blick durch die Liste der vertretenen Künstler habe ich beschlossen, dass der Sampler einen genaueren Blick verdient hat. Jamaram und Blumentopf waren beide bei mir schon in der Vergangenheit mit so manchem Album auf Dauerrotation und von anderen Künstlern kannte ich zumindest die Namen. Nachdem der Sampler zwei CDs mit je 21 Tracks umfasst, will ich im Folgenden „nur“ meine Highlights kurz vorstellen. Der Sampler ist allerdings insgesamt so abwechslungsreich, wie ich das selten bei einer solchen Zusammenstellung gehört habe und sollte für fast jeden ein Schmankerl bereithalten.

Klar, die Opener sollten beide knallen und das tun sie auch. CD1 eröffnet LaBrassBanda mit viel Schwung und man will direkt mehr:

Eine weibliche, türkischstämmige MC aus München verbirgt sich hinter Ebow und der Track „Oriental Dollar“ gehört mit zum originellsten was der Sampler zu bieten hat:

Aber auch ruhigere Tracks sind auf den beiden CDs vertreten und Ami ist mit „Blessing & Curse“ hier ein Highlight:

Später bringt es die Mundwerk-Crew dann auf den Punkt und präsentiert die Hymne für alle gebürtigen Bayern:

Die zweite CD wird dann von Moop Mama mit ihrem Urban Brass eröffnet. Der Track ist zwar schon älter, aber er wird dadurch kein Stückchen schlechter:

Dreiviertelblut ist dann eine der großen positiven Überraschungen, da mir der Name der Gruppe bis dato vollkommen unbekannt war. Aber die Stimme der Gruppe hat mich schon in jungen Jahren (noch bei den Bananafishbones) begeistert und der vertretene Track ist sehr tanzbar und lustig:

Auch Fiva & das Phantom Orchester sind  mit einem etwas älteren Track vertreten, aber „Die Stadt gehört wieder mir“ ist der Stimmungsaufheller schlechthin:

Zum Abschluss noch ein sehr originelles Stück von HMBC dessen Titel „What Happened To The Edelweiß I Gave You Last Night“ schon allein für Aufsehen sorgt. Für alle, die sich wundern, der Dialekt ist nicht mehr bayrisch sondern aus Voralberg in Österreich:

Insgesamt findet wohl jeder seine eigenen Lieblinge beim Durchhören. Manche Tracks haben mir auch nicht zugesagt aber die große Vielfalt der Scheiben ist sicher ein Plus sowohl des Samplers insgesamt als auch der heimischen Musikszene in Bayern. Reinhören lohnt hier in jedem Fall.

3 Gedanken zu „Album Review: Heimatsound“

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