Sportbuch 01/2016: Wie Victor Cruz ins Blaue getroffen hat

Es ist der dritte Tag eines neuen Jahres. Ich bin ein Mensch, der sich gerne Vorsätze für das neue Jahr setzt und die Vorsätze für dieses Jahre begleiten mich zumindest jetzt noch. Sich bewusst Vorsätze zu setzen, bedeutet für mich auch, kurz inne zu halten um zu überlegen, was im letzten Jahr gut oder auch weniger gut gelaufen ist und der Moment dieser Überlegung ist für mich wichtiger, als die Vorsätze auch immer konsequent umzusetzen. Einer meiner Vorsätze für 2016 ist es, wieder regelmäßiger zu lesen. Dafür muss ich die Ruhe zum Lesen finden. Dann lese ich gerne aber nicht aussschließlich Bücher, die sich mit Sport und hier v.a. mit Fußball und American Football beschäftigen. Ich will euch in 2016 jeden Monat eines dieser Bücher vorstellen. Mal schauen, wie weit ich damit komme. Das Januarbuch ist aber schon mal da: 

Ja, ich bin ein Giants Fan. Zwei Superbowlerfolge in 2007 und 2011 überdecken viele sportlich mittelmäßige Jahre. Seit dem Superbowlerfolg gab es für die Giants keine Playoffauftritte mehr und auch dieses Jahr geht es für mein Team nur noch darum, sich gegen einen Divisionrivalen nicht noch weiter zu blamieren.

Notgedrungen richte ich mich an den erfreulichen Geschichten rund ums das Team auf. Davon gibt es einige. Meine liebste dreht sich um Mark Herzlich, der nach einer Krebserkrankung im College nun einen Superbowlring spazieren trägt. Daneben hat in den letzten Jahren vor allem Victor Cruz die Herzen der Giants Fans erobert und auch wenn nicht klar ist, ob er nach mehreren schweren Verletzungen nochmal professionell Football spielen wird, kann ich mich immer noch an seinem märchenhaften Aufstieg erfreuen. Cruz ist als Cowboys Fan direkt vor den New Yorker Stadtgrenzen aufgewachsen. Er wurde von seiner puertoricanischen Mutter in Paterson, New Jersey, großgezogen. Nachdem er viele Hindernisse überwunden hatte, gewann er in 2011 mit den Giants einen Superbowl. Im Spiel gegen die New England Patriots fing er einen Touchdown. Wie es soweit gekommen ist, hat Victor Cruz mit professioneller Hilfe von Peter Schrager festgehalten. Mit Out of the Blue ist ein faszinierendes autobiografisches Werk entstanden.

Tolle Geschichte, sehr gut geschrieben. Wurde Zeit, dass ich das lese. #VictorCruz #IntotheBlue #Footballbuch

Ein von Andreas Riedl (@andyriedl) gepostetes Foto am

Im Buch beschreibt Victor Cruz seinen Lebensweg und die Hindernisse, die er zu überwinden hatte. So musste er einige akademische Hürden überwinden, bevor er überhaupt College Football spielen durfte. Nach einer erfolgreichen Zeit am UMass College wurde er nicht gedraftet und hatte Glück, dass ihm die NY Giants trotzdem einen Vertrag angeboten haben. Immer wieder hat er hart für seine Chance gearbeitet und gelernt, dass  auch zwischenzeitliche Erfolge sehr vergänglich sein können.

Wenn ich durch das Buch etwas mitgenommen habe, dann ist es die erneute Erkenntnis, dass nur ausdauernde Arbeit zum Ziel führt. Menschen, die schnell aufgeben, werden ihre Ziele deutlich schwerer erreichen. Das Buch ist zudem gut geschrieben und liest sich auch auf englisch sehr flüssig. In kurzer Zeit hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen, obwohl ich sie schon kannte, und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ok, ich lechzte auch nach positiven Nachrichten rund um die Giants und ich bin ein Fan, aber die Geschichte des überaus sympathischen Undrafted Receivers, der mit dem Team aus seiner Heimatstadt den Superbowl gewinnt, ist einfach zu märchenhaft, um sich nicht ein bisschen verzaubern zu lassen. Ich kann das Buch allen Footballfans und Anhängern romantischer Sporterzählungen daher nur wärmstens empfehlen. Der ein oder andere überraschende Schicksalsschlag ist garantiert, bevor man gegen Ende vollends mitfiebert. Go Giants!

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