Miss Milla und die Suche nach den besten Indietiteln

Was meine Musikauswahl angeht bin ich gerade auf Sequel-Wegen unterwegs. Gerade erst ist die zweite Platte von Impala Ray heiß gelaufen, schon folgt Miss Milla 2 direkt auf dem Fuße. Über den ersten Sampler hatte ich vor einer guten Weile schon geschrieben. Neben seiner Expertentätigkeit im deutschen Fernsehen beschäftigt sich Mehmet Scholl anscheinend immer noch leidenschaftlich mit Musik und präsentiert seine liebsten Indietitel auf einem weiteren Sampler. Nun finde ich nicht alles gut oder aufregend, was sich auf dieser CD befindet. Manche Dinge finde ich schlicht langweilig. Aber für einige Highlights bin ich Mehmet Scholl sehr dankbar. Diese will ich nicht länger für mich behalten:

Edward Sharpe & The Magnetic Zeros kannte ich vorher gar nicht. Durch den Track auf dem Sampler habe ich angefangen zu googeln und bin auf überragende Live-Videos gestoßen. Mit einem Whiskeyglas in der Hand bin ich davor verharrt und konnte mich nicht mehr abwenden. So großartig:

Bei JJ & the Pillars knallt es dann etwas mehr. Sicher eine der rockigeren Bands auf dem Sampler, aber z.B. The Wolves passt halt auf jede Pregame-Tracklist oder auf die Playlist fürs Fitnessstudio. Zumindest bei mir geht das sehr gut zusammen. Das JJs Stimmfarbe zudem etwas äußert raumergreifendes und machtvolles hat, kommt da gerade recht. Werde bzgl. der Jungs direkt mal weitere Recherchen anstellen müssen:

Der letzte Interpret der mich überrascht und begeistert hat, ist mir etwas unangenehm. Er produziert vollkommenen Kitsch und Pop. Ich sehe die Indieelemente kaum mehr. Es ist etwas folkig. Aber eigentlich ist es Pop. Sehr guter Pop. Adam Cohen hat eine großartige Stimme und ein unglaubliches Gefühl für Melodien. Von Mehmet Scholl als Rausschmeißer ans Ende des Samplers gepackt, versteckt sich hier eine echte Perle. Lagerfeuerabende, alle singen mit und schauen in die Flammen. Es wird Zeit, dass diese Sommernächte wiederkehren.

Einlegen, bei manchen Songs auf Skip, bei anderen auf Repeat drücken. Manche Künstler im Hinterkopf behalten. Sich freuen, über die ganze musikalische Vielfalt, die es gibt. Mehmet Scholl für seine offensichtliche Synthesizer-Liebe verfluchen. Selber wieder feststellen, dass weniger Elektronik oft mehr ist. Es hat Spaß gemacht. Weiter mit mehr Musik. Ist meistens besser. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.