Neue Musik 01/2017: Fetter Sound von den Giant Rooks

Mittage am Wochenende verbringe ich gerne damit, Texte für diesen Blog oder die Rosenau Gazette zu schreiben. Dabei springe ich von Musikvideo zu Musikvideo. Oft höre ich Künstler, die ich schon länger verfolge, bleibe bei einem Abba Livemitschnitt hängen und schon wacht meine kleine Tochter wieder auf und will die Affenbande hören. Manchmal stolpere ich dabei über Künstler, die mir vorher noch nicht begegnet sind und die mich faszinieren. So ging es mir mit Jeremy Loops oder auch mit Impala Ray. In (sehr) unregelmäßigen Abständen will ich euch Musik vorstellen, auf die ich neuerdings gestoßen bin und werde das ganz uncharmant „Neue Musik“ nennen und je Jahr durchnummerieren. Ich mag nun mal Ordnung ganz gerne. Los geht’s. . 

Als erstes will ich euch die Giant Rooks ans Herz legen. Die Newcomer Band hat gerade mit New Estate ihre erste EP veröffentlicht und diese lief nun diese Woche in einer Dauerschleife bei mir. Es sind nur fünf Songs, aber alleine der Titelsong hat unfassbares Ohrwurmpotential. Wie soll man diese Musik beschreiben? Englischsprachiger Indie Pop, mit einer starken Gitarre, dicht arrangiert, mit eindringlichem Gesang.  

Ich finde das Soundgemisch sehr schön. Es ist die Musik, die ich gerne höre, wenn ich mit dem Zug durch das Land fahre und aus dem Fenster schaue. Diese jugendlich-melancholische Note, die durchtränkt ist von großem Optimismus bzgl. des Lebens im generellen und seinen kleinen sehr schönen Details, lässt mir das Herz aufgehen. Ich schließe die Augen und höre zu, lasse mich verzaubern. 

Was mich dabei kurios umtreibt, ist die Frage, ob sich diese Musik auch live so umsetzen lässt. Ich zweifele. Nichtsdestotrotz, danke ich den Giant Rooks für einige schöne Momente in diesem Winter, in denen sie mich positiv gestimmt haben. Ein ganzes Album würde ich mir gerne anhören. Her damit! Mehr davon! 

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