Sportbuch 07/2017 und Sportbuchempfehlungen für den Herbst

Es hat etwas gedauert, bis zu einer neuen Ausgabe des Sportbuchs. Ich bin lange nicht zum Lesen gekommen. Ich hatte schlicht nicht die Ruhe dafür. Zudem bin ich zu sehr beschäftigt mit meinem FC Augsburg Blog, der Rosenau Gazette. Dieser wird immer größer und deutlich regelmäßiger mit Inhalten gefüttert. Dennoch tut sich viel im Bereich der Sport- und Fußballbücher und ich möchte euch hierzu ein paar Informationen nicht vorenthalten.

Bücher sind wie Schuhe, Fußballbücher wie Fußballschuhe. Für unterschiedlichste Menschen und Spielertypen auf dem Feld gibt es unterschiedliche Schuhe. Beratung z.B. bei SportScheck ist dabei unerlässlich. Um euch einen Einblick in ein paar der erschienenen Sportbücher zu gewähren, will ich euch nachfolgend verraten, welche Titel es auf meine Leseliste geschafft haben. 

  • Wir Wochenendrebellen: Ein ganz besonderer Junge und sein Vater auf Stadiontour durch Europa ist wohl der Pflichtitel des Jahres. Mirco von Juterczenka und Sohn Jay Jay, der Asperger-Autist ist, berichten von ihren Groundhopping-Touren durch die Fußballstadien Europas. Nebensächlicher aber auch wichtiger war Fußball selten. Ich habe viele Blogbeiträge gelesen und freue mich darauf, auch das Buch für mich zu entdecken. 
  • Das Spiel meines Lebens vereint viele Geschichten u.a. von Ronald Reng zu den bedeutendsten Spielen ihres Lebens. Dieses Buch ist mit Sicherheit kurzweilig und persönlich und ich freue mich zu lesen, welche Spiele andere Menschen geprägt haben. 
  • „Wenn ich Du wäre, wäre ich lieber ich“ ist einer dieser stilprägenden Sätze von Ansgar Brinkmann. Es gab selten einen unangepassteren Fußballprofi. Seine Biografie erscheint mir eine äußerst unterhaltsame Lektüre zu sein, die ich mir auch bald vornehmen will. 

In den letzten Wochen habe ich einen Klassiker nachgeholt. Die Geschichte von Lars Leese und dem Profifußball, die Ronald Reng mit dem Titel Der Traumhüter: Die unglaubliche Geschichte eines Torwarts aufgeschrieben hat, ist ein tolles Fußballbuch. Mei, es ist halt ein Buch von Ronald Reng. Reng findet sich auf meiner Top5-Liste der deutschsprachigen Fußballautoren wieder, obwohl der Traumhüter nach der Biografie von Robert Enke erst das zweite Buch ist, dass ich von ihm gelesen habe. 

 

Muss wieder mehr über Sportbücher schreiben. Ist ja nicht so, dass ich gar nichts mehr lese.

Ein Beitrag geteilt von Andreas Riedl (@andyriedl) am

Die Geschichte von Lars Leese ist sehr wundervoll. Leese war lange im Amateurbereich unterwegs und hatte keine ambitionierten Absichten Profifußballer zu werden. Durch einige Zufälle wurde er zuerst dritter Torwart bei Bayer 04 Leverkusen (verpflichtet von Rainer Calmund) und dann Torwart von Barnsely in der Premier League. Dort stand er 2 Jahre unter Vertrag und absolvierte einige Profispiele, bevor er nach Deutschland zurückkehrte und wieder in den Niederungen des Amateurfußballs verschwand. Leeses Geschichte gibt durch seine neue Perspektive einen anderen Einblick in den Profifußball als andere Bücher. Reng hat erneut eine besondere Geschichte gefunden, die er persönlich wenig distanziert, sehr detailreich und aus großer Nähe erzählt. Wie auch Leeses Karriere nicht besonders lang ist, ist auch das Buch eher kurz. Das macht allerdings gar nichts, denn alles wesentliche ist schlussendlich gesagt und es liest sich flüssig und ohne Hänger. Ich kann nur dazu raten, dieses Werk nachzuholen, wenn ihr es noch nicht gelesen haben solltet. Ein faszinierenderer Blick auf die Premier League und die Welt der Torhüter ist zumindest mir noch nicht untergekommen. 

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