10 Spiele bis Europa – Geht unser Traum in Erfüllung?

Seit dem letztem Wochenende dürfen wir Augsburger endlich auch offiziell von Europa träumen. Gut, wir machen das nun alle schon etwas länger, auch wenn wir es nicht gedurft haben. Aber der Klassenerhalt ist wohl endgültig geschafft und jetzt haben wir wirklich keine andere Sorge mehr bis zum Ende der Saison, als von Barcelona und Madrid zu träumen. Es wird Zeit einen Blick auf unser Restprogramm zu werfen um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie machbar unser Traum denn ist. Folgenden Gegnern müssen wir uns auf dem Weg in den Europapokal noch stellen:

Mainz 05 (H), SC Freiburg (A), Schalke 04 (H), Paderborn (A), VfB Stuttgart (H), HSV (A), Köln (H), Bayern München (A), Hannover 96 (H), Borussia Mönchengladbach (A)

Arg schlimm sieht es nicht mehr aus, da wir Dortmund, Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg im Laufe der Rückrunde schon vor der Flinte hatten und aus diesen vier Partien 10 Punkte holen konnten. Trotzdem zeigt das Auswärtsspiel in Berlin, wie schnell man gegen einen Abstiegskandidaten verlieren kann. Wenn wir aus den verbleibenden Partien 17 Punkte holen würden, wäre das aus meiner Sicht ein sehr respektables Ergebnis. Aber reicht das auch? Und für was? Champions League, Europa League, die Welt steht uns offen. Sollten wir vielleicht auch kurz einen Blick auf die Konkurrenz werfen?

Platz Mannschaft Punkte
3 Bor. Mönchengladbach 41
4 Bayer 04 Leverkusen 39
5 FC Schalke 04 38
6 FC Augsburg 38
7 TSG Hoffenheim 33
8 Werder Bremen 33
9 Eintracht Frankfurt 31
10 Borussia Dortmund 29

Wenn wir für heute mal  den Blick nur nach unten richten, so wird klar, dass Hoffenheim, Bremen, Frankfurt oder Dortmund ordentlich aufholen müssen, um uns von Platz 6 zu verdrängen. Weiter nach unten brauchen wir nun wirklich nicht mehr zu schauen. Schlimmer als Platz 10 wird es diese Saison nicht mehr. (Anmerkung des Autors: Als Augsburger diesen Satz zu schreiben, ist weiterhin surreal). Dann wollen wir uns doch mal das Restprogramm der Konkurrenz anschauen:

Restprogramm Hoffenheim:

HSV (H), Paderborn (A), Borussia Mönchengladbach (H), Köln (A), Bayern München (H), Hannover 96 (A), BVB (H), Eintracht Frankfurt (A), Bayer 04 Leverkusen (A), Hertha BSC (H)

Das Restprogramm von Hoffenheim sieht da schon deutlich anspruchsvoller aus als unser eigenes. Mit Gladbach, Bayern, dem BVB und Leverkusen stehen noch vier internationale Teilnehmer aus diesem Jahr auf dem Plan. Das Spiel gegen Eintracht Frankfurt ist eine Partie auf Augenhöhe. Da kann ich mir schwer vorstellen, dass Hoffenheim die fünf Punkte noch aufholt, wenn wir weiterhin unsere Leistung abliefern.

Restprogramm Werder Bremen:

Bayern München (H), Köln (A), Mainz 05 (H), VfB Stuttgart (A), HSV (H), Paderborn (A), Eintracht Frankfurt (H), Hannover 96 (A), Borussia Mönchengladbach (H), BVB (A)

Das Restprogramm der Bremer ist ähnlich dem unseren. Anstatt gegen Schalke 04 müssen sie noch gegen den BVB ran, aber ansonsten nimmt sich das nicht viel. Da die Bremer aber seit dem Trainerwechsel deutlich besser spielen, als ihr Tabellenplatz das andeutet, könnte es gegenüber dem SV Werder nochmal eng werden. Das zeigt, dass wir uns nicht auf dem Vorsprung ausruhen dürfen, sondern wirklich nochmal alles geben müssen, damit der Traum Europa League in Erfüllung geht.

Restprogramm Eintracht Frankfurt:

Paderborn (H), VfB Stuttgart (A), Hannover 96 (H), Bayern München (A), Borussia Mönchengladbach (H), BVB (A), Werder Bremen (A), Hoffenheim (H), Hertha BSC (A), Bayer 04 Leverkusen (H)

Eintracht Frankfurt hat auch ein richtig schweres Restprogramm. Die nächsten drei Partien sehen zwar recht leicht aus, aber danach folgen mit Bayern, Gladbach, dem BVB, Bremen und Leverkusen fünf richtig schwere Begegnungen. Bei einem Abstand von sieben Punkten würde ich mich wetten trauen, dass der FCA am Saisonende vor Eintracht Frankfurt landet.

Restprogramm Borussia Dortmund:

Köln (H), Hannover (A), Bayern (H), Mönchengladbach (A), Paderborn (H), Eintracht Frankfurt (H), Hoffenheim (A), Hertha BSC (H), Wolfsburg (A), Bremen (H)

Bei Dortmund muss nun wirklich fast alles klappen, damit noch eine internationale Chance besteht. Neun Punkte Abstand zu den internationalen Plätzen sind zu diesem Zeitpunkt der Saison viel. Zudem spielen die Dortmunder sowohl im DFB-Pokal als auch in der Champions League noch mit. Dafür hat der BVB mit 6 Heimspielen bei nur 4 Auswärtsspielen einen kleinen Vorteil gegenüber den anderen Teams. Mit Wolfsburg und Bayern stehen trotzdem zwei Spitzenspiele auf dem Plan und auch Gladbach und Bremen sind keine Gegner, die man mal im Vorbeigehen schlägt. Ich glaube daher nicht, dass uns die Dortmunder noch einholen.

Joker: Platz 7

Als Sieger des DFB-Pokals ist man natürlich auch für die Europa League qualifiziert. Diese Möglichkeit gibt es für uns Augsburger nach dem blamablen Ausscheiden gegen Magdeburg in der ersten Runde schon nicht mehr. Allerdinsg könnte Platz 7 in der Bundesliga reichen, wenn der Gewinner des DFB-Pokals schon über die Bundesliga international qualifiziert wäre. Entsprechend müssen Dortmund, Hoffenheim, Freiburg und Bielefeld noch aus dem DFB-Pokal ausscheiden, damit für uns Augsburger auch Platz 7 langt. Darauf spekulieren sollten wir aber nicht.

Fazit

Wir Augsburger können konstatieren: Es wird eine enge Kiste. Ein Grinsen schleicht sich dabei ganz automatisch auf meine Lippen, denn es geht nicht um den Klassenerhalt. Der Traum von der Europa League ist keine Spinnerei sondern im Bereich des Möglichen. Aber wie kommen wir nun dahin? 10 Spiele müssen wir kämpfen, als ob es um den Klassenerhalt ginge. Voller Einsatz und mit den Gedanken nur beim nächsten Spiel. Sobald wir glauben, dass unser Vorsprung reicht, werden wir noch eingeholt. Der Bremer Atem (unangenehm nach Fischbrötchen mit Zwiebeln) wird uns wohl bis zum letzten Spieltag begleiten. Morgen also wieder Vollgas gegen Mainz 05 zu Hause im Lechfeldstadion. Danach sind es dann noch neun Spiele auf dem Weg nach Europa. Der Countdown läuft.

Wird sich der FC Augsburg im Winter verstärken?

Die Ausgangssituation

Platz 7 mit 15 Punkten sind nach 11 Spielen der beste Start, den der FC Augsburg bisher in eine Bundesligasaison geschafft hat. 1/3 der Saison 2014/15 ist vorbei und man könnte in Augsburg auf die Idee kommen, sich zurückzulehnen, denn es läuft doch alles gut. Aber die Situation ist trügerisch. Der Abstand zum Relegationsplatz sind nur magere 5 Punkte und hinter dem FCA stehen noch Clubs wie Schalke 04 oder der BVB, die wahrscheinlich doch irgendwann mal eine gute Phase in der Saison haben werden und den FCA evtl. noch überholen könnten. Ich bin froh, dass Führungsspieler wie Halil Altintop die Situation realistisch einschätzen. Aber kann man sich doch trotzdem mal fragen, ob es für den FCA Sinn macht, im Winter auf dem Transfermarkt zuzuschlagen und wenn ja auf welcher Position.

Namen

Dabei sind natürlich in letzter Zeit auch schon Namen mit dem FC Augsburg in Verbindung gebracht worden. Ein Name, der genannt wurde, ist Reinhold Yabo vom Karlsruher SC. Es wird ihm großes Talent nachgesagt, er konnte sich allerdings beim 1.FC Köln vor einigen Jahren nicht durchsetzen. Den KSC könnte er im Sommer ablösefrei verlassen und der FC Augsburg hat angeblich Interesse. Der Junge ist gerade 22 Jahre alt und hat daher noch Zeit sich zu entwickeln. In Karlsruhe spielt er im zentralen Mittelfeld und strahlt von dort recht viel Torgefahr aus. Durch sein Vertragsende im Sommer wäre ein Wechsel im Winter wahrscheinlich möglich, da der KSC so noch eine Ablöse kassieren kann. Der FC Augsburg scheint aber nicht konkurrenzlos in seinem Werben zu sein.

Auch um einen Wechsel von Pierre-Emile Hojbjerg zum FC Augsburg wurde schon viel spekuliert. Allerdings kann es hier nur um eine Leihe gehen, denn Hojbjerg ist wohl eines der größten Talente im Kader des FC Bayern und Pep Guardiola hält große Stücke auf ihn. Allerdings ist der Kader des FC Bayern nicht nur hochwertig sondern auch sehr tief besetzt und so wird darüber spekuliert, dass der FC Bayern Hojbjerg im Winter verleihen könnte, um ihm Spielpraxis zu verschaffen. Ob an dieser Einschätzung die Verletzung von Philip Lahm etwas ändert bleibt bis zur Winterpause abzuwarten. Allerdings haben wohl auch einige andere Vereine Interesse (zuletzt u.a. Hannover 96) und der FC Augsburg müsste sich schon strecken und einiges Glück haben, um Hojbjerg auszuleihen. Aber Hojbjerg für 1,5 Jahre (auch ohne Kaufoption) beim FC Augsburg, würde eine wirkliche Verstärkung darstellen. Er kennt die Liga und das Tempo wird das Ganze Jahr nur zweimal so hoch sein, wie im Training des FC Bayern.

Positionscheck

Insgesamt wird deutlich, dass nur Spieler für das zentrale Mittelfeld mit dem FC Augsburg in Verbindung gebracht werden. Hier herrscht seit Saisonbeginn und der schweren Verletzung von Jan Moravek eine Lücke, während alle anderen Positionen doppelt besetzt sind. Allerdings hat der FC Augsburg schon in der Sommerpause aus wirtschaftlichen Gründen auf eine Verpflichtung verzichtet. So bleibt abzuwarten, ob wirtschaftlich im Winter (evtl. durch den positiven Saisonverlauf) wieder Handlungsmöglichkeiten bestehen. Es könnte zudem sein, dass Spieler abgegeben werden, die bisher wenig Einsatzzeiten erhalten und unzufrieden sind, so dass auf diesem Weg wieder Budget frei wird. Hier wurde über Marcel de Jong spekuliert. Die Qualifikation von Baba mit Ghana für den Afrikacup sollte allerdings diesem Wechsel einen Riegel vorschieben.

Vor allem im Sturm ist der Kader in diesem Jahr zudem recht üppig besetzt und es könnte die FCA Fans schlimmes erwarten (z.B. eine Leihe von Erik Thommy oder ein Abgang von Sascha Mölders). Vielleicht zieht der Verein aber auch bei einigen Spielern aus disziplinarischen Gründen die Reißleine (Bobadilla, Esswein). Weitere Verpflichtungen außer im zentralen Mittelfeld, würden allerdings einen Abgang im Kader voraussetzen oder es müsste sich bei einem jungen, talentierten Spieler eine Chance ergeben, die der Verein nicht mit gutem Gewissen verstreichen lassen könnte.

Prognose

Pierre-Emile Hojbjerg wird, sollte er überhaupt wechseln, irgendwo eine sportlich bessere Perspektive vorfinden. So ist zumindest meine Befürchtung. Ich glaube trotzdem, dass der FC Augsburg fürs zentrale Mittelfeld noch jemand verpflichten wird. Es wird eine Spieler der Kategorie Yabo sein, der im Sommer ablösefrei wäre und deswegen jetzt im Winter günstig wechseln kann. Ich würde mir wünschen, dass der Verein einen Spieler verpflichtet, der aggresiv und durch Einsatz der Mannschaft einen Kick geben kann, wie das in früheren Jahren Bellinghausen und Hahn gemacht haben. In dieser Richtung sehe ich persönlich für den Kader noch Ergänzungsbedarf. Sollten sich alle Möglichkeiten zerschlagen oder wirtschaftlich unvernünftig sind, müssen wir evtl. in mancher Situation etwas enger zusammenrücken, sollten aber auch mit dem bestehenden Kader sportlich die Klasse halten können.

Zum Unterschied zwischen Konferenz- und Einzelspielübertragung

Schon im Beitrag zur Super Bowl Berichterstattung habe ich darauf hingewiesen, dass Frank Buschmann mit „Am Ende kackt die Ente“ ein Buch veröffentlicht hat, in dem er viele interessante Anekdoten aus seiner Zeit als Sportkommentator erzählt. Das Buch bietet kurzweilige Unterhaltung und ich kann es für jede längere Bahnfahrt nur empfehlen. Heute will ich einen weiteren Aspekt vorstellen, der mir erst durch die Lektüre des Buches in dieser Form bewusst wurde. Das Buch hält darüberhinaus noch viele weitere Geschichten bereit, die einer Besprechung bedürften. Am kuriosesten fand ich die Erfahrungen Frank Buschmanns während der Moderation im deutschen Haus in Peking, die allerdings thematisch nicht so richtig auf diese Seite passen.

Deswegen soll es heute hier um Fußballübertragungen gehen. Neben dem Superbowl und vielen Basketballspielen hat Frank Buschmann auch die erste Bundesliga für Liga Total kommentiert. Die Vorgänge bei SKY sind hier wohl sehr ähnlich. Jeden Samstag wenn man nun SKY einschaltet, um die Bundesliga zu verfolgen, steht man vor der Wahl die Konferenz oder ein Einzelspiel zu schauen. Bei der Einzelspielübertragung wird die Partie von einem Kommentator im Stadion begleitet und in meiner naiven Vorstellung habe ich wohl gedacht, dass dies auch bei der Konferenz so wäre. Dies ist allerdings nicht so, und Frank Buschmann erzählt in seinem Buch interessante Details:

In einem großen Gebäudetrakt, (…), reihen sich zig schalldichte Kommentatoren-Kabinen aneinander.

DIe Kommentatoren der Konferenz sitzen daher nicht direkt im Stadion und sehen somit auch nicht alles, was im Stadion passiert. Wenn Ihnen Bilder von der Regie nicht gezeigt werden, dann können sie diese auch nicht kommentieren und so wird man in der Konferenzschaltung evtl. nichts von Transparenten, Choreografien oder Flitzern hören. Zudem wird viel, was am Seitenrand passiert bei dieser Form der Übertragung verloren gehen. Weiterhin ist es naiv anzunehmen, dass die Kommentatoren, wenn sie schon nicht im Stadion vor Ort sind, zumindest über die ganze Spieldauer das Spiel konzentriert verfolgen. Auch dem ist nicht so:

Parallel zum Live-Kommentar, und das unterschätzen die meisten, wird bereits am Spielbericht für die Zusammenfassungen direkt im Anschluss an die Live-Konferenz gearbeitet.

Hier gibt der Konferenz-Kommentator Vorgaben, welche Szenen in der Zusammenfassung auftauchen sollen und wie viele Zeitlupen eingespielt werden sollen, während ein Redakteur das Ganze zusammenschneidet. Frank Buschmann gibt selbst zu, dass hier ganz schön viel gleichzeitig passiert.

Meine grundsätzliche Schlussfolgerung aus den Erzählungen von Frank Buschmann ist daher, dass man bei entsprechendem Interesse an Spiel und/oder Verein immer das Einzelspiel und nicht die Konferenz schauen sollte. Man könnte sonst gezwungenermaßen einiges verpassen. Buschi erzählt das Ganze natürlich alles etwas lockerer, wie es so seine Art ist, und berichtet darüber hinaus von gern gesehenen Interviewpartnern und dem tollen Team bei Liga Total. Ich werde zumindest bei den nächsten Übertragungen an seine Erzählungen denken müssen.

Wer schafft beim FC Augsburg in der Saison 2014/15 den Durchbruch?

Letztes Jahr war ein tolles Jahr für uns Fans des FC Augsburg. Nur knapp verfehlte die Mannschaft am Ende der Saison den Europapokal und spielte so erfolgreich wie nie in der langen Geschichte des Vereins zuvor. Dabei haben sich viele Spieler in den Vordergrund gespielt, die bis dahin nur eingefleischtesten Fußballkennern bekannt waren. André Hahn hatte vor der letzten Saison kein einziges Tor in der Bundesliga geschossen. Am Ende der Saison waren es 12 und er durfte sein erstes Länderspiel absolvieren. Nun stellt sich die Frage, welcher unbekannte Spieler es in diesem Jahr schafft sich in den Vordergrund zu spielen und uns zu begeistern. Ein paar Vorschläge habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst und gesammelt und ich hoffe wir werden wirklich begeistert von einem dieser Spieler oder anderen sprechen können.

Ronny Philp

Nach vier Einsätzen in der Bundesligasaison 2012/13 und acht Einsätzen in der letzten Saison könnte diese Saison der Durchbruch von Ronny Philp anstehen, wenn er seine Verletzungsanfälligkeit überwindet. Ronny Philp wurde vom FC Augsburg aus Regensburg als Rechtsverteidiger verpflichtet.

Auch wenn Paul Verhaegh mit den Niederlanden an der WM teilgenommen hat und dadurch  erst später ins Training eingestiegen ist, sollte er rechts hinten immer noch gesetzt sein. Aber der Wechsel von André Hahn zu Gladbach lässt vorne rechts eine Lücke entstehen, die Philp eventuell nutzen kann. Bei der Interpretation der offensiven Position sollte ihm seine Erfahrung im Spiel gegen den Ball zu Gute kommen. Er hat zudem die Dynamik um im Offensivspiel Akzente zu setzen. Wenn er nicht durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen worden wäre, hätte er schon längst mehr als 12 BL-Einsätze auf dem Buckel. Sein Potential ist unbestritten, weshalb der FC Augsburg auch den Vertrag mit ihm verlängert hat. Es besteht die Hoffnung, dass er in diesem Jahr mehr davon auf dem Platz zeigen kann, wenn er sich von seiner jetzigen Verletzung erholt hat.

Erik Thommy

Erik Thommy ist in der letzten Saison das erste Mal in der Bundesliga in Erscheinung getreten, als er wenige Minuten gegen Nürnberg ran durfte. Seine großen Auftritte hatter er allerdings bisher immer noch in der U23 des FC Augsburg, die in der Regionalliga Bayern spielt. Dort schoß er in der letzten Saison 18 Tore in 31 Begegnungen sorgte in seinem jungen Alter für Furore. In der Vorbereitung für die neue Saison schließt er direkt daran an:

Auchin der Generalprobe gegen Crystal Palace vor den ersten Pflichtspielen zeigte er, dass er das Potential für mehr Bundesligaminuten hat. Nun herrscht auf den offensiven Außenbahnen beim FC Augsburg eine große Konkurrenzsituation, obwohl mit Andre Hahn der beste Spieler den Verein verlassen hat. Thommy scheint für eine dieser Außenpositionen vorgesehen und muss sich gegen FCA-Größen wie Tobias Werner oder Neuzugang Shawn Parker durchsetzen. Nach der Verletzung von Alexander Esswein könnte sich allerdings nun schon recht schnell die Möglichkeit auf mehr Spielanteile ergeben. Thommy wird vielleicht in dieser Saison noch nicht den endgültigen Durchbruch schaffen, aber hoffentlich von den Verantwortlichen weiter an die Bundesliga herangeführt werden und sein Können aufblitzen lassen. Man sollte den 20jährigen ja auch nicht verheizen.

Dominik Kohr

Den hochtalentierten defensiven Mittelfeldspieler hat der FC Augsburg in der letzten Winterpause von Bayer 04 Leverkusen für 1,5 Jahre ausgeliehen. Er kam schon in der Rückrunde auf acht Einsätze, allerdings nur auf zwei von Beginn an. Der Abgang von Kevin Vogt zum 1. FC Köln hinterlässt nun in Augsburg eine Lücke, die Kohr wahrscheinlich für sich nutzen kann.

Ich bin gespannt, wie er sich weiterentwickeln kann und ob er auch körperlich nochmal zugelegt hat, um sich in der ersten Liga durchzusetzen. Die Verletzung von Markus Feulner während der Vorbereitung bedeutet für Kohr weitere Einsatzchancen. Ich hoffe, dass sein Weg zurück nach Leverkusen den FC Augsburg am Ende der Saison sehr schmerzen wird, wenn er seinen Teil zu einem erneuten Klassenerhalt beigetragen hat.

Aber dann freuen wir uns einfach so auf das nächste Jahr Bundesliga. Bis dahin ist allerdings noch ein weiter Weg und ich bin wirklich gespannt, wer uns dieses Jahr überraschen wird.