Über die Beerdigung meiner To Do Listen

Den Überblick über offene Arbeiten zu behalten ist gar nicht so einfach. In meiner beruflichen Praxis betreue ich teilweise mehr als 15 Projekte parallel. Lange habe ich mit klassischen To-Do Listen auf Papier gearbeitet. Allerdings war es lästig, die Listen immer wieder neu zu schreiben und vorher zu überlegen, wo diese sich überhaupt befinden. Klar, es musste etwas in App-Form geben, dass diese Aufgabe für mich übernehmen konnte. Da war es praktisch, als @elbblick auf Twitter Trello nannte. Ich suchte auch gar nicht mehr lang, sondern googelte sofort diese wunderbare Erfindung.

Kurz danach begann ich auch schon die App zu nutzen. Und ich würde diese Zeilen nicht schreiben, wenn ich mit der Lösung nicht zumindest grundlegend zufrieden wäre. Wichtig für mich ist, dass ich meine Listen vom Desktop und mobil erreichen kann und das Ganze sauber synchronisiert wird. Darüber hinaus bietet Trello weit mehr als nur eine reine To-Do Liste. Es ist eher wie eine Kühlschrankfront, auf der ihr in mehreren Spalten Post-Its kleben könnt. Diese Post-Its könnt ihr beliebig zwischen den Spalten verschieben und anpassen. Sehr praktisch. Dazu ist es ansehnlich und leicht zugänglich produziert, so dass ich es dazu auch wirklich gerne nutze. Ich glaube nicht, dass ich nochmal dazu zurück kehre, Blätter mit To-Dos zu beschreiben. 

Trotzdem ist Trello nicht perfekt. Ich stoße auf Grenzen, wenn es darum geht, andere Kollegen einzubinden. Ich würde diese gerne nur auf einzelne Zettel an meiner Kühlschrankwand zugreifen lassen. Das scheint mir leider nicht so einfach möglich. Aber es gibt Alternativen und der ganze Bereich rund um diese Organisationsapps scheint ein umkämpfter Markt zu sein. Am Ende muss ich mich wohl wirklich nochmal etwas tiefer mit den Möglichkeiten der einzelnen Apps beschäftigen. Nachdem mein Anliegen allerdings grundsätzlich gelöst ist, und meine Produktivität deutlich gesteigert wurde, wird der Post-It an der Küchenwand in einer sehr wenig prioritisierten Spalte verortet und damit nicht schnell mit weiteren Neuigkeiten zu rechnen.