Beatsteaks ganz nah

Die Beatsteaks haben dieses Jahr wieder ein neues Album veröffentlicht und sind danach mal kurz auf Clubtour gegangen, bevor es jetzt im Herbst in die großen Hallen geht. Ich hatte ja auch schon das Vergnügen die Jungs in größeren Hallen wie dem Zenith in München und der Jahrhunderthalle in Frankfurt zu sehen und hatte mich wirklich gefreut, Tickets für die Clubtour zu ergattern. Nachdem wir ganz gemütlich den Abend bei Schwarzbräu Exquisit an der Bar eingeleitet haben, ging es auch schon bald los mit dem Spektakel.

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Und danke an meinen Bruder, dass er mir vor 11 Jahren meine erste Beatsteaks Platte geschenkt hat.

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Für eine Band, die auch deutlich größere Hallen ausverkauft, ist es keine Selbstverständlichkeit, auch in den kleinen Clubs zu spielen. Wenn sich ihr Sänger Arnim dann auch noch auf die Bühne stellt und dazu aufruft, Clubs wie die Kantine in Augsburg zu unterstützen, ist das nach den vielen erfolgreichen Jahren der Band hochanzurechnen. Sie gehen mit bestem Beispiel voran indem sie den Clubs ein volles Haus bescheren.

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Danke für diesen großartigen Abend in der Kantine, liebe Beatsteaks!

 

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Davon ab, war der Abend wohl der beste Konzertabend seit langem. Atmosphäre und Spaß sind in meiner Erinnerung unerreicht und auch Tage danach fühlte ich mich wie dieser Kerl in diesem Beatsteaks-Video. Großartig!

Quo vadis FCA?

An diesem Wochenende hat der FC Augsburg im zweiten Spieltag der Rückrunde den vierten Punkt der Rückrunde gegen eine TOP16-Champions-League Mannschaft geholt. Nach einer Gesamtausbeute von 9 Punkten aus 17 Spielen in der Hinrunde, scheinen vier Punkte aus zwei Spielen nun zum Rückrundenstart direkt zur Euphorie zu verleiten.

Aber Euphorie ist nicht angebracht. In Düsseldorf hätte die Mannschaft fast einen 3-Tore-Vorsprung noch verspielt und gegen Schalke kam das alte Problem der Chancenverwertung wieder ans Tageslicht.  Zudem ist der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen mit acht Punkten immer noch enorm. Sollte der FC Augsburg am Ende der Saison auf dem Relegationsplatz landen – was nach der Vorrunde als Erfolg zu werten wäre – dann kann in diesen beiden Spielen alles passieren. Auch der Abstieg.

Trotzdem gibt es einige Entwicklungen, die in den letzten Wochen Anlaß zur Hoffnung gegeben haben:

1. Geringes wirtschaftliches Risiko

Ein Abstieg in die zweite Liga wäre wirtschaftlich sehr schmerzhaft. Allerdings ist nicht gesagt, dass teure Transfers in der Winterpause den Ausschlag zum Erfolg geben und den Verein nicht nur in finanzielle Gefahren stürzen würden. Mit Ji hat der FCA einen hochveranlagten Spieler ausgeliehen. Parkhurst und Hahn wurden zwar fest verpflichtet, aber keine Millionenbeträge bezahlt. Insgesamt ist in Augsburg keine Panik ausgebrochen und die wirtschaftliche Vernunft leitet weiter das Vorgehen der Verantwortlichen.

2. Vertragsverlängerungen an wichtigen Stellen

Der FCA hat mit Sascha Mölders und Daniel Baier zwei Führungsspieler längerfristig gebunden. Zudem konnte der Vertrag mit dem Hauptsponsor AL-KO verlängert werden. Insgesamt wird so sichergestellt, dass der FCA auch im Falle des Abstiegs nicht vor einem Scherbenhaufen steht, sondern direkt in der zweiten Liga wieder angreifen kann.

3. Die positive Wandlung des Markus Weinzierl

Zuletzt ist hervorzuheben, dass auch der Trainer seine Arbeitsweise verändert und ihm dies schon zu Beginn der Rückrunde zum Erfolg verholfen hat. Als Neuling in der Bundesliga war er zu Saisonbeginn in Augsburg angetreten und hat gedacht, er kann mit der Mannschaft in Augsburg genauso locker umgehen wie mit seinen Regensburgern. Von einigen Spielern wurde dieses Vertrauen ausgenutzt und der Rest der Mannschaft hat sich auf Grund des Durchgreifens, welches nicht konsequent genug war, gewundert. Durch das harte Durchgreifen nun in der Winterpause hat er ein Signal an die ganze Mannschaft gesendet, dass er keine Nachlässigkeiten toleriert und diese Konsequenz wird ihm von Teilen der Mannschaft mit einem höheren Respekt und noch mehr Einsatz zurück gezahlt. Der Rest der Mannschaft, der jetzt noch nicht mitzieht, hätte uns im Abstiegskampf sowieso nicht geholfen. Markus Weinzierl scheint in der Bundesliga angekommen.

Wie oben schon angemerkt ist der ganze Verein immer noch nicht bei 100% und es ist überall noch Luft nach oben. Zu zwei Punkten möchte ich Anregungen geben, wie wir gemeinsam noch ein paar Prozente herauskitzeln können:

1. Die Torwartfrage bis zum Saisonende klären

Nachdem wir zwischenzeitlich jeweils nur einen fitten Keeper hatten, werden wir alsbald mit drei klasse Schlußleuten dastehen und auf Grund der Spekulationen um Mo Amsif sorgt das jetzt schon für Unruhe. Ich glaube Markus Weinzierl wäre gut beraten, die Torwartfrage alsbald bis zum Saisonende zu klären, um erst gar keine weitere Unruhe aufkommen zu lassen. Volle Konzentration auf den Klassenerhalt. Nachdem zwei der drei Torhüter zudem schon ein gewisses Alter haben und Simon Jentzsch jetzt längerfristig Probleme mit seinem Finger hat, Bedarf es dann am Saisonende weiterer Überlegungen. Aber bis dahin können wir das Thema ruhig bei Seite schieben.

2. Die Fans mitnehmen

Am Samstag haben wir gegen einen Champions League Teilnehmer gespielt und trotzdem war das Stadion nicht ausverkauft. Der Verein und die Fangruppierungen sollten sich Gedanken machen. Aus Vereinssicht würde mich interessieren, ob  noch irgendeine Kampagnenidee herumschwirrt, um die Fans in der Rückrunde noch mehr ins Stadion zu locken. Die Mannschaft hat jede Unterstützung nötig, die sie bekommen kann. Persönlich glaube ich, dass das Bild der Unruhe, entstanden durch die Wechsel auf dem Managerposten, in Kombination mit der sportlichen Lage ein oder zwei abgeschreckt hat. Mancher wurde vielleicht auch von der 12:12-Fankampagne verunsichert. Ich fand die Kampagnen des Vereins in der letzten Saison sehr gelungen (Mitgliederkampagne und 11ter Mann Dauerkartenverlängerung) und hoffe auf ähnliches in der Rückrunde. Jetzt im Abstiegskampf müssen wir zusammenstehen und die Leute mobilisieren, damit wir im Stadion den Gegner vielleicht etwas einschüchtern können.

3. Professionell auf Schiedsrichterentscheidungen reagieren

Am Samstag ist schon wieder ein Augsburger Verantwortlicher auf die Tribüne verwiesen worden.  Auch ich war im Stadion mit der Leistung von Schiedsrichter Christian Dingert nicht zufrieden. Meiner Meinung nach hätte Christian Fuchs Gelb-Rot sehen müssen und auch in anderen Situationen fand ich seine Entscheidungen nicht ganz glücklich. Aber die Aufregung von der Seitenlinie ändert an der Entscheidung des Schiedsrichters im Einzelfall nichts. Sie sorgt nur dafür, dass die Spieler und das Publikum aufgebracht werden. Dies mag in seltenen Fällen aus psychologischen Gründen gewünscht sein, zeugt aber meist von disziplinlosem, unprofessionelem Verhalten. Egal wie der Schiedsrichter pfeift, wir müssen darüber stehen. Wir müssen unser Spiel machen und so werden wir uns hoffentlich am Ende durchsetzen. An manchen Tagen – wie zum Beispiel am Samstag – gibt es Entscheidungen gegen einen selbst. Dafür hat der Schiedsrichter in der Vorwoche kurz vor Ende in einem glücklichen Moment das Spiel unterbrochen. Es gleicht sich doch zumindest ganz grob alles wieder aus. Ich glaube nicht daran, dass ein Schiedsrichter bewusst einen Verein bevorzugt. Die Verantwortlichen sollten sich darauf konzentrieren, was sie an der Seitenlinie beeinflussen können und was nicht. Vielleicht ist das das Quäntchen was am Ende fehlt.

Packen wir’s an. Wir sollten uns am Ende der Saison nicht vorwerfen müssen, wir hätten nicht alles versucht. Ich bin zuversichtlich, dass wir in dieser Saison und darüber hinaus noch viel Spaß mit unserem Verein haben werden.

 

 

 

BULI 34. Spieltag: FCA – HSV

Am 34. Spieltag  zwischen dem FCA und dem HSV hätte es noch um viel gehen können. Aber schon einen Spieltag vor dem Saisonabschluss hatte der FCA den Klassenherhalt gesichert und damit allen Experten-Vorhersagen getrotzt. Auch der HSV konnte sich in diesem Jahr erst am vorletzten Spieltag retten uns so ging es in der Partie am letzten Spieltag „nur noch“ um Platz 14. Von Seiten des FCA konnte es so beim letzten Heimspiel so zu einer Abschiedsparty für die scheidenden Spieler und Verantwortlichen und einer würdigen Feier des Klassenerhalts kommen. Wir in Augsburg sind stolz darauf, was alle Beteiligten im Verein und Umfeld geleistet haben, um den Klassenerhalt zu ermöglichen. Die Verdienste der einzelnen Personen (Andreas Rettig, Jos Luhukay und vieler anderer) werden mit Sicherheit in die Geschichtsbücher dieses Vereins eingehen. Herzlichen Dank an alle Beteiligten für die tolle Zeit nicht nur in dieser Saison sondern auch in den letzten Jahren!

Nachdem für den HSV auch lange Zeit ein Endspiel um den Klassenerhalt zu befürchten stand, hatten viele Hamburger den Weg nach Augsburg gefunden um ihre Mannschaft zu unterstützen. Sie ließen es sich auch nicht nehmen, kurz vor Anpfiff mehrere Pyros (Feuerwerkskörper) im Gästeblock zu zünden. Und so will ich diesen Moment nutzen, um darauf hinzuweisen, dass sich die Situation um Pyrotechnik in den Stadien immer noch nicht verbessert hat. Pyrotechnik ist weiterhin verboten, die Clubs werden mit Geldstrafen und die Fans mit Stadionverboten bestraft. Ich halte dies immer noch für falsch (auch wenn ich gesehen habe, was beim z.B. beim Relegationsspiel in Düsseldorf passiert ist). Vorschnell werden Pyros mit Fankrawallen gleichgesetzt. Hierzu eine Klarstellung: Ich halte nichts von Gewalt in und um Stadien. Aber das kontrollierte (!) Abbrennen von Pyros ist für mich kein Krawall und keine Gewalt sondern ein Teil der deutschen Fankultur. Das Pyros dabei weder auf den Platz noch in die Fans geworfen werden sollten, versteht sich für mich von selbst.

Nachdem es in dieser Saison zu dem Thema schon ein paar Artikel gab, will ich hier nur auf zwei dieser Artikel als Denkanstöße verweisen. Für Hinweise auf weitere Artikel in den Kommentaren würde ich mich freuen.

Das Spiel hat übrigens am Ende der FC Augsburg gewonnen und hat somit seine erste Bundesligasaison mit Platz 14 abgeschlossen.Wer hätte das gedacht?

 

BULI 25.Spieltag: FCA – BVB

Die erste Bundesliga insgesamt ist für Augsburg etwas besonderers. Seit der Aufstieg geschafft war, haben sich viele Menschen auf den tollen Fussball gefreut, den wir in diesem Jahr zu sehen bekommen (und auch im nächsten Jahr). Die Menschen strömen euphorisch ins Stadion und feuern ihre Mannschaft an. Ich denke immer noch mit Gänsehaut an die Standing Ovations nach der 1:4 Niederlage in der Hinrunde gegen Leverkusen zurück. Wir freuen uns in Augsburg im Moment auf jedes Spiel und hoffen, dass wir noch möglichst lange in der ersten Bundesliga spielen (auch wenn wir in der nächsten Saison wieder gegen den Abstieg spielen werden).

Aber auch aus Sicht des Augsburger Fans sind natürlich nicht alle Spiele gleich und manche Spiele nehmen eine besondere Stellung im Spielplan ein. Ein Highlight auf das wir Augsburger uns alle gefreut hatten, war das Spiel gegen den aktuellen deutschen Meister Borussia Dortmund. Und was gibt es schöneres als ein solches Spiel zusammen mit Freunden und Familie im Stadion zu sehen.

Natürlich kommen zu den Spielen in Augsburg auch Gästefans aus allen Teilen der Republik. Es ist unglaublich, welche Ausstrahlung die Bundesliga hat. Menschen, die noch nie in Augsburg waren, geben dieser Stadt nun eine Chance und besuchen Augsburg nur wegen unserem FCA. Und wir Augsburger versuchen es unseren Gästen so angenehm wie möglich zu gestalten, wenn Sie uns schon Punkte bringen (Augsburg liegt vor dem letzten Spieltag auf dem 13. Platz der Heimtabelle und hat zu Hause mehr Spiele gewonnen als verloren). Die Faninitiative Augsburg Calling zeichnet sich hierbei besonders aus, indem sie neben gemeinsamen Feiern auch Stadtführungen und kulturelle Erlebnisse in Augsburg für Heim- und Gästefans zusammen anbietet. Die positive Resonanz ist hierauf enorm und die Aktionen bekommen immer wieder sehr gute Kritiken (z.B. hier und hier). Neben diesem großen Projekt, auf welches wir Augsburger zu Recht stolz sein können, liegt es in der Hand jedes einzelnen Fans Fussballfreundschaft zu leben. Und so durften auch wir Gäste aus Dortmund in Augsburg begrüßen, die unserer Einladung gefolgt waren, um das Spiel ihrer Mannschaft in Augsburg zu sehen. Zusammen haben wir genüsslich einen Alligator getrunken und das Lechfeldstadion besucht. Die Stimmung war so gut, dass wir uns alle vorgenommen haben, die Spiele zwischen beiden Mannschaften in der nächsten Saison zusammen zu begehen. Schön das diese nun wirklich stattfinden. Fussball kann ein tolles Gemeinschaftserlebnis sein, welches die unterschiedlichsten Menschen zusammen bringt. Wir müssen es nur alle zusammen dazu machen!

P.S.: Die Stimmung an diesem Tag im Stadion war wirklich unglaublich, auch weil sowohl Heim- als auch Gästefans ihre Mannschaft positiv unterstützt haben. Gewalt und Randale haben in einem Fussballstadion nichts verloren!

BULI 12.Spieltag: FCA – FCB

Und wie habe ich mich darauf gefreut und gleichzeitig davor Angst gehabt. Die Angst allerdings, dass unsere Mannschaft nicht mithalten kann mit den großen Bayern, war unbegründet. Leider haben wir zwei unglückliche Tore kassiert, aber in der zweiten Halbzeit waren die Augsburger die eindeutig bessere Mannschaft und ein Unentschieden gegen den Verein, der schon mal einen Spieler verpflichtet, der soviel wie der gesamte Jahresetat des FCA kostet, wäre gerecht gewesen.

Allerdings haben mich schon zwei Erkenntnisse an diesem wunderschönen Sonntagabend gestört. Erstens gab es im Stadion kein Eis zu kaufen und ich hatte mich schon so darauf gefreut. Der zweite Störfaktor waren die Augsburger Menschen (Mitglieder des FCA mit Kartenvorkaufsrecht), die ihre Karten an Bayern-Fans weitergegeben haben. Bewusst meine ich Bayern-Fans außerhalb des Gästeblocks. Dem FCA-Fan der seine Karte einem Bayern-Fan überlassen hat oder der selbst im Herzen Roter ist, der kann mir getrost ab jetzt gestohlen bleiben.

Das Stadion wäre wahrscheinlich genauso voll geworden ohne diese Leute:

Aber das Positive hat an diesem Abend bei weitem überwogen: Die Mannschaft machte das Spiel spannend und das Stadion stand letztendlich stimmungsvoll und geschlossen hinter ihr. Gänsehaut pur!