Späte Konzerthighlights in 2012

Im Herbst 2012 habe ich mir die Zeit genommen mehrere Konzerte zu besuchen. Von Maximo Park im Gibsons habe ich schon früher berichtet.

Während der MTV Music Week fand ein weiteres Konzert im Gibson Club statt, welches wir uns nicht entgehen lassen wollten. Shantel trat dort mit seinem Bukovina Club Orkestar auf und bot kurzweilige Unterhaltung. Shantel ist einer der bekanntesten Balkan-Pop-Vertreter und bringt regelmäßig mit und ohne Band die Massen zum Beben. Auch im Gibson gab es am 07. November kein Halten und die Menge gab sich ausgelassenem Tanz hin. Einen Eindruck der fröhlichen Stimmung, die dieser Mensch verbreitet, erhaltet ihr hier:

Zweieinhalb Wochen nach diesem Konzert war ich mit einem Freund in Oberhausen in der König-Pilsner-Arena um eine der besten deutschen Livebands zu sehen. Seeed aus Berlin hatten sich angekündigt und das Konzert war schnell ausverkauft. Dieses Konzert wird für mich als das beste Konzert des Jahres in die Annalen eingehen. Seeed boten eine tolle Liveshow, die gespickt mit alten und neuen Hits war. Am meisten überraschte mich, dass die Songs vom neuen Album so harmonisch ins Gesamtbild passten. Ich war zuvor auch noch nie in der Arena in Oberhausen und kann nur anmerken, dass dies eine tolle Konzerthalle ist. Mir hat dieser Abend sehr viel Spaß gemacht und ich würde Seeed gerne in Zukunft nochmals live sehen. Auch hier ein kleiner Eindruck davon, was die Jungs so zu bieten haben:

Zum Ende des Jahres fand am 22. Dezember 2012 in München das Abschlusskonzert der Blumentopf „Nieder mit der GbR“-Tour statt. Blumentopf kommen aus München und so sollte das Ganze in der Muffathalle ein Heimspiel der ganz besonderen Art werden. Zudem nutzten Blumentopf den Abend um eine Live-DVD zu produzieren. Zu diesem besonderen Anlass hatten sich die Jungs mit den Sportfreunden Stiller und Günther Sigl (Sänger der Spider Murphy Gang) Gäste eingeladen, die auch schon auf ihrem aktuellen Album vertreten waren und spielten die gemeinsamen Lieder. Dies ist mit Sicherheit ein Abend, der mir auch lange im Gedächtnis bleiben wird. Als Erinnerung erscheint hoffentlich bald die Aufzeichnung. Auch Blumentopf rocken live ordentlich und ich will euch auch hier einen kurzen Eindruck nicht vorenthalten:

Das Jahr 2012 ist zu Ende und ich bin gespannt, was 2013 so bereit hält. Konzertbesuche sind momentan noch nicht geplant, aber das kann sich ja schnell ändern. Ich werde weiter versuchen möglichst viel gute Musik live zu erleben und hoffe auch ihr unterstützt den Kulturbetrieb entsprechend. Alle drei obigen Künstler kann ich euch für eigene Konzertbesuche empfehlen. Über Anregungen und Empfehlungen freue ich mich auch immer. Also her damit!

 

 

 

Frankfurter Perlen Teil 1: Orfeos Erben

Durch einen Zufall ist mir vor einigen Tagen das Luups Gutscheinbuch für das nächste Jahr in die Hände gefallen. Und dieses Ding ist bisher eine tolle Überraschung, denn es gilt schon ab jetzt. Und zudem hat es nur 16,90 EUR gekostet. So bis dahin, habt ihr euch sicher gedacht: Na toll, schon wieder irgendsoein Gutscheinbuch. Ging mir ähnlich.

Das Luups ist aber anders. Die Macher des Luups schreiben in ihrem Buch, dass sie „jeden Winkel und jedes Eckchen (durchkämmen), um hinter den Vorhang zu schauen und das wahre Gesicht einer Stadt zu erkennen“. Die Auswahl der Lokale ist daher meiner Ansicht nach besser, als in anderen Gutscheinbüchern. Und einen kleinen Einblick in die Auswahl möchte ich euch mit der Vorstellung eines versteckten Highlights bei uns im Stadtviertel gewähren. Einen der Gutscheine haben wir dann heute nämlich gleich bei dem Kino zwei Straßen weiter eingelöst. Das Orfeos Erben ist ein kleines Programmkino, in dem man immer wieder filmische Perlen entdecken kann. Das Kino ist mit alten Lufthansasitzen ausgerüstet, die richtig bequem sind und man kann aus dem angeschlossenen Lokal ein Glas Wein, eine ganze Flasche oder eine der vielen Limonaden mit ins Kino nehmen. Das Kino wird regelmäßig mit Preisen für seine Programmauswahl geehrt, was aber nicht bedeutet, dass einem jeder Film gefallen muss. Ich kann euch daher nur raten, in dieses Kino zu gehen, wenn ihr keine Lust auf die Kinotempel dieser Welt haben solltet. Hier gibt es noch das persönliche und intime Kinoerlebnis, welches ich in meiner Kindheit kennen und lieben gelernt habe. Achja: Werbung vor dem Film gibt’s auch keine. Dafür ab und an nen Kurzfilm. ÜBerzeugt? Probiert’s aus!

Maximo Park @ Gibson Club Frankfurt

 

Maximo Park habe ich das erste Mal vor einigen Jahren in Köln live gesehen, als sie nach ihrem zweiten Album „Our Earthly Pleasures“ die mittelgroßen Hallen in Deutschland bespielten. Mit ihrem ersten Album „A Certain Trigger“ war ihnen direkt der Durchbruch gelungen und sie reihten sich ein in eine Riege mit Bands wie z.B. den Kaiser Chiefs. Mit diesem zweiten Album hatten sie auch ihren größten Hit „Books from Boxes“. Nach diesem Konzert habe ich die Band etwas aus den Augen verloren. Der Hype war etwas abgeflacht und ich hatte leider auch nicht immer die Zeit die aktuellen Neuveröffentlichungen im Auge zu behalten.

Als der Gibson Club die Band für eine Konzert im Oktober buchte, war recht schnell klar, dass ich die Band nach diesen Jahren nochmals live sehen wollte. Die aktuelle Platte hatte ich mir vorher nicht angehört. Die Band begeisterte auch bei diesem Konzert wieder mit einer energiegeladenen Leistung. Der Sänger Paul Smith ist ein Duracell-Hase der besonderen Klasse und die Band spielte neben ihren neuen Songs natürlich auch die bekannten Titel ihrer früheren Alben. Der Gibson Club war ausverkauft und die Stimmung war durchgehend gut. Im Anschluss an das Konzert werde ich mir eventuell auch mal das aktuelle Album der Band anhören und die Band auf jeden Fall im Auge behalten. Denn live macht ein Abend mit den Jungs gehörig gute Laune.