Impala Ray verbreitet immer noch dieses gute Gefühl

Vor ein paar Jahren hat Impala Ray sein erstes Album veröffentlicht und ich habe es ordentlich gefeiert. Die CD lief bei uns im Auto oft und lang und wird für immer mit meiner Elternzeit und längeren Road Trips verbunden sein. Sie war ein toller Urlaubssoundtrack. Musik, die mir hilft, den Alltag hinter mir zu lassen und bei mir selbst anzukommen. Vor einiger Zeit hat Impala Ray mit From the Valley to the Sea sein zweites Album veröffentlicht. Gespannt habe ich mir dieses Album angehört, natürlich mit großen Erwartungen.

Nun ist bei uns der klassische Strandurlaub im Süden in diesem Jahr ausgefallen und wir haben uns stattdessen auf in die Berge gemacht. Gesundheitlich etwas angeschlagen, vom Berufsalltag gestresst, war das Ziel frische Luft zu schnappen und abzuschalten. Dafür gibt es in dieser Umgebung immer noch keine schönere Musik als Impala Ray. Auch wenn z.B. Stay schon sehr poppig klingt, ist Impala Ray seinen Wurzeln treu geblieben. Musik aus den Bergen für den freien Geist.

Die Instrumentierung seiner Musik borgt sich immer noch viele Volksmusikelemente. Ich mag die Tuba als Instrument sehr und freue mich immer wieder diese Klänge zu hören. Insgesamt macht Impala Ray Folk Musik, die mit der modernen Auslegung von anderen Senkrechtstartern wie Jeremy Loops  oder Kids of Adelaide mithalten kann. Eine grundsätzlich positive Stimmung lässt sich beim Hören gar nicht vermeiden. Die Videos sind dabei noch schöner geworden als zuvor. Replay auf Youtube ist dabei garantiert.

Und so gibt es im Zusammenhang mit Impala Ray für mich bisher nur eine große Enttäuschung: auf der letzten Tour war kein Konzert in Frankfurt dabei. Ob Impala Ray nicht mal beim Bett Club oder Zoom anfragen will, um hier zu spielen? Mich würde es riesig freuen.

Albumreview: Impala Ray – Old Mill Valley

Auf den Fahrten durch Europa in diesem Sommer habe ich ein Album oft gehört, was immer wieder für gute Laune gesorgt hat. Das Album war Impala Ray – Old Mill Valley. Es vermengt Gitarrenklänge mit Tubasound, bayrisches Heimatgefühl mit der Geräuschkulisse Californiens. Man wundert sich, ob das geht, aber es geht sehr gut.

Allein schon das Intro zum ersten Song „Old Mill Valley“ ist so stimmungsvoll, dass man sich direkt in die Musik hineingezogen fühlt. Es ist  ein langsamer Gospelsong zum Mitsingen. „My last Goodbye“ entführt mich dann weiter in das Album mit seinem warmen Klang und seiner Melodie. Spätestens danach kommt mit „The Gambler“ tolles Storytelling, direkt vom Lagerfeuer des Lebens, und man ist gebannt.

„Io & I“ hellt danach die Stimmung auf, indem es mit Banjo und Übermut beschwingt. Man will sich ins Bällebad werfen und durch die Straßen tanzen.

Aber auch danach lässt sich Impala Ray nicht festlegen und borgt sich immer wieder Referenzen, um sie in die eigene Klangwelt zu entführen. „White Palms“ setzt einen mit seinen Gitarren-Riffs aufs Pony und reitet los in den Sonnenuntergang. „“Wild Winds“ schließt danach genau daran an und macht mit seinem eingängigen Refrain sehr viel Spaß. Ich summe immer immer noch mit „… hold on tight, oh baby, hold on tight.“  Danach geht es mit „Tides are changing“ etwas ruhiger weiter. Sehr stimmungsvoll glaube ich beim Hören immer noch einen tollen Spätsommerabend zu genießen. „Diego’s Daughter“ ist dann der beste Beweis, wie man die Tuba zeitgemäß einsetzen kann. Zeit ist es geworden, dass jemand den Wert dieses traditionellen Instruments erkennt. Die Instrumentierung ist insgesamt großartig, während Impala Ray seine Stimme über die musikalischen Harmonien legt. Vogelgezwitscher und der Aufruf „Come on let’s fly“ leiten „Go Gay Bridged“ ein, bevor es fröhlich weitergeht. Das Lächeln steht mir beim Hören ins Gesicht geschrieben. Mit „For Her & Him“ endet das tolle Album schließlich. Eine sehr runde Sache! Auch live kann ich mir diese Musik sehr gut vorstellen und bin gespannt, ob sich irgendwann die Gelegenheit ergibt.