Albumreview: Royal Blood – Royal Blood

Einen Hinweis per Email erhalten, gegoogelt und eines der tollsten Alben des Jahres entdeckt. Warum? Wenn man auf Play drückt, rummst es beim gleichnamigen Album der Band Royal Blood ordentlich, ohne dabei hektisch zu werden. “Out of the Black” ist ein gelungener Opener, der direkt zeigt, wohin das vorliegende Werk will. Laut, bestimmt, mit kräftigen Drums und klaren Gitarren- und Basslinien. “Out of the Black” ist ein Stück, welches meine Pre-Game-Playlist bereichern wird. Kopfhörer auf, Volume up und Fokus an. “Come on over” geht dann schneller weiter, wird aber auch recht bald wieder sehr rhythmisch. Spätestens jetzt, glaube ich, dass ich mit den Jungs noch viel Spaß haben werde. Schon lange habe ich mich über ein Rock-Album nicht mehr so gefreut. “Figure it out” klingt dann irgendwie bekannt und erinnert mich irgendwie an Blur. Damals als Blur noch eine relevante Größe waren. Ja, das Album hat mich mittlerweile in seinen Bann gezogen:

 “You can be so cruel” ist dann mal kurz nur einen Ticken bedächtiger, geht aber mit seinen eingängigen Riffs sehr gut ins Ohr. Danach folgt mit “Blood on my hands” ein Stück in dem der Gesang im Mittelpunkt steht, aber von Gitarre und Drums flankiert wird. Im Refrain wird das Stück schon fast langsam, lässt den Kopf aber ordentlich mitwippen. Die kurze Verschnaufpause ist dann spätestens mit “Little Monster” beendet, das direkt die Gitarrensalve zündet. Und ab geht’s erneut. Ich habe immer noch richtig viel Spaß´beim Zuhören:

 Mit “Loose Change” geht es bei dem Spektakel in eine weitere Runde und ich gebe zu, dass ich auf die Lückenfüller der Platte warte. Bisher keiner in Sicht. “Loose Change” ist mittlerweile durch seinen ruhigen Mittelteil durch und man kann sich bildlich vorstellen, wie sich große Kreise zum Pogo bilden. Das geht sicher richtig ab. “Careless” lässt danach nicht nach. “I wish I cared less, but I am afraid I don’t.” sind Worte, die mir zu bekannt vorkommen. Ich gieße mir einen Whiskey ein, während das Album langsam auf die Zielgerade biegt. “Ten Tonne Skeleton” ist noch ein Schwergewicht kurz vor dem Ende, das vor allem durch seine Intensität besticht. Kondensierte Emotion in drei Minuten:

“Better Strangers” setzt dann den Deckel auf ein wirklich gelungenes Album, das einen von vorne bis hinten in seinen Bahn zieht. Mir hat’s gefallen und ich komme wieder. Der Whiskey ist leer und ich gehe ins Bett.