In the Heart of Football: Rutgers

Unser vorletzter Stop auf unserer wunderbaren Reise durch das Heimatland des American Football war die Rutgers University. An einem wunderbaren Samstagnachmittag im September trafen die Scarlet Knights auf die Eastern Michigan Eagles. Mittlerweile hatten wir uns an die amerikanische Tailgating Kultur gewöhnt und genossen auch wieder die Zeit im Stadion mit Football, wie man ihn in Deutschland nicht live zu sehen bekommt. Das Spiel war durchschnittlich und Rutgers gewann schlussendlich eindeutig mit 28:10 aber von dem Tag ist mir etwas anderes besonders in Erinnerung geblieben.

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Rutgers ist eine Universität, die in regelmäßigen Abständen Spieler ausbildet, die sich in der NFL bewähren. Vor allem in Tampa Bay und bei den Patriots spielen im Moment einige ehemalige Rutgers-Spieler. An diesem besonderen Tag im September hat die Rutgers University zum ersten Mal in 144 Jahren eine Nummer retired und diese Ehre wurde keinem Spieler zu teil der jemals ein Down in der NFL gespielt hat. Diese Nummer wird fortan an der Rutgers University nicht mehr vergeben und wurde im Stadion aufgehängt und an diesem Septembertag enthüllt. Es ist die Nummer 52, die bis zu seiner Verletzung von Eric LeGrand getragen wurde. Eric LeGrand verletzte sich während des Spiels Rutgers gegen Army am 16. Oktober 2010 im Met Life Stadium so schwer, dass er seitdem querschnittsgelähmt war. Die Prognosen der Ärzte waren nach einer lange andauerenden Operation schlecht, aber er kämpfte dagegen an und gibt seitdem mit seiner Lebenskraft und seiner Einstellung ein großartiges Beispiel ab, dass man in schweren Stunden nicht aufgeben sollte. Er prägt das Motto “Believe”, nachdem man alles schaffen kann, wenn man nur selbst daran glaubt und hart arbeitet. Aber am besten nehmt ihr euch die Zeit und schaut euch die Geschichte selbst an:

httpv://www.youtube.com/watch?v=rJ02HW_HDaE

Man kann von Eric LeGrand nur positiv beeinflusst werden. Insgesamt verbrachten wir so einen inspirierenden Nachmittag in einem tollen Footballstadion. Ein paar weitere Eindrücke möchte ich euch nicht vorenhalten. Den Geschmack der Steaks von diesem Samstagabend kann ich leider nicht transportieren.