Früher war nicht alles besser!

Durch einen Blogeintrag mit dem Titel Ist denn Effizienz alles? habe ich mir einige Gedanken gemacht und wollte diese eigentlich nur mal kurz als Kommentar hinterlassen. Am Ende ist etwas mehr Text daraus geworden und ich hoffe, das Ganze ist für den ein oder anderen ein Gedankenanstoß. Über Antworten würde ich mich freuen!

1. Der Trend zu mobilen Technologien ist unumkehrbar und wir sollten die neuen Technologien zu unseren Gunsten nutzen

Email, Internet, Facebook, Twitter, Blackberrys und Handys haben sich klammheimlich in unsere Leben geschlichen und werden auch nicht mehr einfach so verschwinden. Mittlerweile hört man viele Klagen über dauerhafte Erreichbarkeit, Burnouts und Stress und dabei wird oft vergessen welche großen Erleichterungen uns die neuen Technologien gebracht haben. Wer will schon zurück in die Zeiten in denen Akten anstatt per Email mit der Hauspost verschickt wurden, in denen Termine noch schwerer zu koordinieren waren, weil man keinen Outlook-Kalender hatte und in denen man viele Waren mühsam in Geschäften suchen musste und viel teurer gekauft hat, weil man nicht auf Ebay und Amazon zurückgreifen konnte? Oh ja, hier kam es zu mehr Effizienz. Und das ist schlecht? Mit Sicherheit nicht. Wir müssen uns nur Mühe geben und diese Technologien zu unseren Gunsten und nach unseren Regeln einsetzen. Am Ende bleibt so vielleicht sogar mehr Zeit für Genuss.

Mein Ansatz: Über das Internet einfach mit Leuten in Kontakt bleiben, einkaufen und Schnäppchen machen und in der gesparten Zeit im Café um die Ecke russischen Zupfkuchen essen!

2. Höflichkeit ist nicht an eine bestimmte Technologie gebunden!

Kurzfristige Besprechungseinladungen ohne Rücksicht auf die eigenen Termine und spätabendliche Emails mit Arbeitsanweisungen zum frühen Morgen sind jedem schon mal untergekommen. Auch unseren Eltern ist so etwas schon passiert nur, dass solche Aussagen damals wohl per Telefon oder mündlich vorgetragen wurden. Früher war wirklich nicht alles besser! Solch eine Vorgehensweise von bestimmten Menschen ist für mich nicht technologieabhängig. Solch eine Vorgehensweise ist schlicht unhöflich. Eventuell muss man es posititionsbezogen tolerien solche Anweisungen oder Nachrichten zu erhalten, aber wenn man kann sollte man die Urheber auf ihr Verhalten aufmerksam machen. Und am Wichtigsten ist, dass man sich selbst in ähnlichen Situationen anders verhält.

Mein Ansatz: Arschloch bleibt Arschloch auch wenns per Email kommt. Nicht immer alles auf die moderne Zeit schieben!

3. Warum lassen wir uns unter Druck setzen?

Warum lassen wir uns von tickenden Uhren nervös machen? Es gibt doch nichts entspannderes, als einer Uhr beim Ticken zuzuhören. Montone Eintönigkeit, die dem Schäfchenzählen gleicht und einen in den Schlaf wiegt….

Klingt einfach, aber ist es nicht. Es scheint normal, dass sich viele (junge) Leute von ihrer Arbeit getrieben fühlen. Die Arbeit ist mehr Beruf als Berufung. Aber warum? Vor allem wir als junge Generation haben doch alle Möglichkeiten und die Welt steht uns nicht nur sprichwörtlich offen. Auch wenn wir uns noch so über Studiengebühren, Bolongareform und viele weitere kleine Probleme mokieren mögen, geht es wahrscheinlich keiner Generation von jungen Erwachsenen so gut wie uns. Wir wachsen auf in einer Zeit voller Frieden in Europa und auch wenn die Schulsysteme früh aussortieren und unser Bildungssystem an mancher Stelle krankt, war es noch keiner Generation so einfach ihren Weg zu gehen und wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen. Der Arbeitsmarkt boomt im Moment und der Fachkräftemangel wird über kurz oder lang kommen. Die Frage ist insoweit individuell: Warum setzen wir uns unter Druck? Warum glauben wir, dass unsere Leistung nicht ausreicht? Warum sehen wir alles unter Leistungsgesichtspunkten?
Aus meiner persönlichen Sicht gibt es hierauf keine einfachen Antworten. Aber ich glaube, dass viele Leute mit der Anzahl an Möglichkeiten überfordert sind. Man muss sich entscheiden, was man im Leben will, weil Zeit ein begrenztes Gut ist. Es kann daher nicht schaden, sich selbst Gedanken zu machen, was man überhaupt erreichen will und wo die eigenen Prioritäten liegen. Und vielleicht stellt man in diesem Augenblick fest, dass es einem doch recht gut geht. Die Zufriedenheit steigt dann umso mehr, wenn man bei jedem Ticken der Uhr feststellt, dass es einem immer noch gut geht!

Mein Ansatz: Familie: Check! – Beruf: Check! – Sport: Check! – CHILL!!!

Hierfür zu empfehlen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=oJl57-paDzI

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