Wenn sich Biffy Clyro im Kopf festbeißt

Gerade vor ein paar Tagen habe ich meine Karten für das diesjährige Taubertal Open Air weitergegeben. Ich schaffe es einfach nicht und zu viele andere Dinge passieren. Nicht schlimm. Das letzte Mal als ich dort war, haben mich Biffy Clyro voll umgehauen. Ich kannte die Band nicht, hatte mir die Band vor dem Festival auf youtube reingezogen und war dann vollkommen überwältigt. Jetzt kam vor kurzem ein neues Album von den Jungs raus und ich musste ganz schnell reinhören. Gleich der erste Track “Wolves of Winter” auf Ellipsis ist genau nach meinem Geschmack:

Danach wird es etwas diffuser und musikalisch zwar abwechslungsreich, aber für mich weniger überzeugend. Grundsätzlich gibt es für mich zu viele Choräle und es wird an manchen Stellen zu poppig. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich das Album nicht mag. Ich habe wohl immer noch keine endgültige Meinung dazu. Manche Titel manchen mir Spaß. “Animal Style” ist hierfür ein gutes Beispiel:

Andere Titel gehen mir etwas auf die Nerven. Ich bin von mir selbst fasziniert, wie ich die Titel versuche im Gesamtzusammenhang eines Albums zu hören, was ich schon länger nicht mehr gemacht habe. Es gelingt mir mehr schlecht als recht. Ich glaube, dass die einzelnen Titel besser sind, als das Album im gesamten. Es überrascht mich nicht. Biffy Clyro sind eine unfassbare Liveband und ich höre meist Konzertmitschnitte. Die Stimmung, die sich von der Band auf das Publikum überträgt, ist immens. Und so freue ich mich schon die neuen Tracks bald selbst live zu hören. Einen ersten Eindruck auf die Tour im Herbst gibt es trotzdem schon durch die Studioaufnahmen. Schade, dass die Arrangements und die Abstimmung auf Platte in diesem Fall nicht vollumfänglich einfängt, zu was diese Band fähig ist. Trotzdem fesseln mich Biffy Clyro beim Hören der Songs mehr als die meisten anderen Bands im Moment. Wahrscheinlich waren die Erwartungen einfach zu hoch.

Hightlights des Taubertal Festivals 2014 Teil 1

Nach vielen Jahren mit vielen Aufenthalten in Rothenburg ob der Tauber habe ich es dieses Jahr zum ersten Mal zum Taubertal Festival geschafft. Nachdem ich mittlerweile nicht mehr ganz so viele Konzerte besuche, war dies ein wirkliches Highlight im Terminkalender und entsprechend gibt es jetzt danach eine “Soundtrack”-Sonderliveausgabe, in der ich euch die Entdeckungen des Wochenendes vorstellen will. Heute schonmal mit den ersten drei Künstlern und in einigen Tagen dann mit einigen weiteren. Oh ja, es war gut.

Fiva

Die erste Künstlerin in dieser Kategorie ist eigentlich eine alte Bekannte. Fiva habe ich schon vor vielen Jahren live auf einem Hip Hop Festival (Name vergessen) in München gehört, aber auf Grund der auch anwesenden Blumentopf und Mellow Mark wieder vergessen. Nun ist sie mir zuletzt auf dem Heimatsound-Sampler wieder begegnet und hat mir da echt schon viel Spaß bereitet. Um 15:30 Uhr am Freitag habe ich dann meinen Bruder vor die Hauptbühne geschleppt, damit wir uns das Spektakel mal live anschauen und wir wurden nicht enttäuscht. Die junge Dame hat Charme und brachte die Leute zum tanzen. Schlaue Dinge hat sie zudem im Interview zu sagen:

Biffy Clyro

Ich gestehe, ich kannte Band vor dem Festival nicht wirklich. Ich habe mir bei Youtube ein paar Videos angeschaut, fand das Ganze nicht schlecht und das wars. Mehr Zeit war dann auch nicht. Und durch die Youtube-Videos wollte ich die Jungs dann auch sehen. Und es hat sich gelohnt. Mann, waren die gut. Ich würde behaupten, das Highlight des Wochenendes. Bei untergehender Sonne im Taubertal vor einer sehr malerischen Kulisse haben die drei Schotten alles ausgepackt. Große Balladen, viel Härte und richtig gute Songs. Ich werde in Zukunft mehr Biffy Clyro hören. Versprochen. Schaut doch mal selbst rein, auch wenn das Video nicht vom Taubertal Festival ist:

Sportfreunde Stiller

Der Headliner am Freitag waren dann alte Bekannte: die Sportfreunde Stiller. Ich mag die. Ich habe ihre Platten eigentlich alle mal gehört und finde ihre Lieder gut. Aber live habe ich die Jungs bisher nur einmal gesehen. Vor 10 Jahren. In Roskilde, Dänemark. Quasi Auswärtsspiel. Taubertal Freitagabend ist dann schon deutlich heimischer. Aber bei den Sportis ist immer noch alles beim alten. Es geht schön nach vorne und macht Spaß. Zwischendrin wird es dann poetisch. Als dann die Sprache auf ihren ersten Taubertalauftritt vor ca. 12 Jahren kam, dachte ich dann wieder an Dänemark und die kleinere Bühne. Menschen, denen man den Erfolg von Herzen gönnt. Toller Abend und toller Auftritt. Danke dafür. Auch hier ein Video von anderswo. Passt trotzdem immer gut: